Donnerstag, 26. September 2013

„Genau wie ihr (,Männer,) – nur schöner!“ – Frauen bloggen über Waffen und Schießen in den USA




Seit fast 20 Jahren gibt es nun „Blogs“, quasi „Tagebücher“ im world wide web, die für alle lesbar sind und, sofern sie nicht ganz allgemein Gedanken einer Person wiedergeben, oft bestimmten Themen gewidmet sind. Gerade auch Unternehmen nutzen Blogs mittlerweile vermehrt, um Kontakt zu ihren Kunden aufzubauen und zu informieren (wir ja auch, wie man hieran sieht!).

Blogs über Waffen und Schießen gibt es diesseits wie jenseits des Teiches. Aber auch von Frauen? Einer, der mir einfällt, ist der von Katja Triebel, Mitinhaberin der Triebel Sport- und Jagdwaffen GmbH. Allerdings geht es da um die Waffendebatte in den Medien und das Entgegensetzen von Informationen gegen den Medienmainstream, also nicht das, nach was ich suchte. 

Nach was suchte ich denn?

Nach Berichten von Frauen über die Intention und Auseinandersetzung mit einem Thema, das bislang noch als Männerdomäne gilt: Waffen und Schießen. 

Werde ich hierüber in Deutschland fündig? Meine Antwort lautet nein. (Ich nehme Hinweise dazu aber sehr gerne entgegen!)

In den USA wird aber fleißig gebloggt von schießenden Waffenliebhaberinnen.  Die Gründe, welche die Damen zur Waffe brachten, sind sehr vielfältig: mal ist es die Selbstverteidigung, mal ein schießender Gefährte, mal das Interesse am Sport, oder die Profession (Schießtrainerin). Es wird aber immer versucht, die weibliche Seite dieses Hobbys oder dieser Lebenseinstellung (Selbstverteidigung mittels Schusswaffe)  herauszustellen.  Ich finde besonders die Lebensgeschichten, die hinter diesen Entscheidungen stehen, interessant. 

Hier nun eine kleine – persönlich-subjektive – Auswahl zum Stöbern:

Der Blog wird von Gracie McKee gepflegt, einer 25jährigen Schießtrainerin (NRA), deren „Erkennungszeichen“ eine pinkfarbene Springfeld XD ist. Der Untertitel lautet: „ein taktischer Ratgeber für Frauen über verdecktes Tragen und Selbstverteidigung“ und so spielen Themen allgemein über Frauen und Waffen, Schießtraining und Equipmentberatung eine Rolle. Zudem schreibt sie darin auch sehr persönliche Geschichten über sich und ihre Waffen.

Der Blog wurde am 20.September 2013 beendet, aber er bleibt wohl erhalten. Er enthält die Geschichte einer Frau, die ursprünglich gegen Waffen war, aber ihre Meinung änderte, nachdem sie ausgeraubt wurde. Ihr Werdegang von einem unbeschriebenen Blatt im Umgang mit Waffen zu einer Schützin mit Spaß an der Sache kann man in Posts über einen Zeitraum von 2 Jahren verfolgen.

Dieser Blog von Annette Evans startete 2012. Die Abstände zwischen den Blogs sind etwas länger (2013 8 Blogeinträge bislang), dafür auch die Artikellänge. Annette Evans bloggt über ihre persönlichen Waffen (beispielsweise ihr AR 15 in Lila-Zebra-Design), Training und Wettkämpfe.

Weitere Seiten, die Frauen und Waffen betreffen  - wenn auch keine Blogs, sondern Informationsseiten, manchmal mit einem Shop dabei – die man sich mal ansehen kann, sind „Girlsguide to guns“, „sass, brass and bullets“ und „reflections of a gun shopgoddess“.

Fazit: ich wünschte, so etwas würde es auch in Deutschland geben. Wo sind die Schützinnen, die Waffenliebhaberinnen, die Frauen, deren Mundwinkel auch von einem Ohr zum anderen reichen, wenn sie etwas in Hand oder Armen halten, was „Bumm“ macht, entweder ganz laut „BUUUUMMMM“ oder nur ein kleines, fieses „bum“? Die entweder nach dem „size matters“-Motto auf großes Spielzeug stehen, oder, ganz in Frauenmanier, auf kleine, niedliche Waffen, womöglich gar in Pink – man ist ja schließlich Frau – und sich tierisch darüber freuen, dass die meisten Männer so eine Waffe nicht mal mit einer Zange anfassen würden?

Ich möchte gerne, dass sie rauskommen…


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Mittwoch, 18. September 2013

Die BLACKHAWK-Bekleidung für Frauen





„women have fit into the uniform for years. It’s time the uniform fit them.”*

 

Richtig so. Welche Frau kennt es nicht? Klar, man kann Einsatzkleidung (Militär, Polizei, Sicherheit usw.) von Männern tragen. Aber richtig passen ist anders. Nachdem der amerikanische Markt für  Frauen-Einsatzkleidung größer ist als hier in Deutschland, haben einige Hersteller bereits darauf reagiert und Frauenversionen ihrer Einsatzkleidung entworfen. Hier seien als Beispiele Blackhawk, 5.11. und Tru Spec erwähnt. Blackhawk wird nun vorgestellt, die anderen folgen nach und nach.

Da – und fast schon wieder fort


Ein Telefongespräch mit dem Blackhawk-Distributor und –Großhändler für Deutschland ergab, dass eine große Sendung an Waren aus der Frauenlinie hier in Deutschland auf Lager liegt, wenn auch nicht alles, was im Katalog vorgestellt wird. Und damit hat es sich dann im Prinzip auch schon, denn Blackhawk hat beschlossen, seine Frauenlinie wieder „einzustampfen“ – kurz nachdem sie beworben und auf Messen vorgestellt worden war. Laut Aussage des Großhändlers seien die Herstellungskosten zu hoch…Also heißt es zugreifen, Nachschub ist nicht mehr möglich! Aber lohnt sich das Zugreifen überhaupt?

Verfügbare Produkte


Verfügbar sind in Deutschland der Women‘s Compression Bra (S-XL, Schwarz), die Women‘s CompressionShorts (S-XL, Schwarz), das Women‘s Performance Polo Shirt in Schwarz, Weiß und Navy (S-XL), das Women‘s Tactical Shirt in Schwarz, Khaki, Oliv (S-XL) und die Women‘s Lightweight Tactical Pants in Schwarz, Khaki, Oliv, Navy (W 26-40, L 31 und 35). Ob man nun wirklich den Bra, die Shorts und das Polo-Shirt für 43€, 32€ und 54€ braucht, sei dahingestellt, aber die Lightweight Tactical Pants sind wirklich klasse. Das Design, beispielsweise Anzahl und Platzierung der Taschen, ist dasselbe wie das der Lightweight Tactical Pants für Männer, nur der Schnitt ist dem Frauenkörper besser angepasst. Der Bund ist tiefer geschnitten als bei der Männervariante, erfreulich für alle, die einen hohen Hosenbund nicht so gerne mögen. Ich habe meine angezogen und war begeistert über den guten Sitz der Hose. Die Weite ist in 8, die Länge in 2 Größen erhältlich. Der Preis von 61€ (59,95€ im Limatactics-Shop) entspricht in etwa dem der Männervariante.

Fazit: Da die Hosen nicht mehr verfügbar sein werden, wenn der Lagerbestand abverkauft ist, werde ich mir noch ein paar in verschiedenen Farben auf Vorrat hinlegen. Vielleicht werdet Ihr das auch tun, wenn Ihr Euch erst mal eine gekauft habt…

 Verfasst von Claudia Bommer


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*Frauen passen seit Jahren in eine Uniform. Es wird Zeit, dass die Uniform ihnen passt.



 

Donnerstag, 12. September 2013

Zusammenfassung des Lehrgangs „Langdistanzschießen bis 1.200 Meter“



 
Wie in den vorherigen Berichten angedeutet, folgt hier nun eine Zusammenfassung.





Organisiert wurde die Fahrt zu jenem Anbieter des Lehrgangs von Henning Hoffmann  (Akademie 0/500), der auch vor Ort als Ausbilder tätig war. Im Nachhinein betrachtet war das auch gut so, da sonst aufgrund von Sprachbarrieren so einiges an Lehrinhalten verloren gegangen wäre. Also an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Henning!

Auch die Teammitglieder (J., J., A., D.) haben zu einem positiven Lehrgang als Team beigetragen.



Die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, aber es war mal wieder wie immer, es fehlten noch ein paar Ausrüstungsgegenstände – manche wurden erst kurz vor der Abfahrt geliefert (trotzdem noch Glück gehabt!), auf andere warte ich heute noch…

Daran kann man auch erkennen, wie schwierig es für einen Onlineshop ist, wenn die Lieferanten nicht liefern können oder nur vage Aussagen treffen zur Lieferfähigkeit.



Eine „kleine“ Packliste gab es ja schon im Blogeintrag („Ich mache eine Reise ….“), diese wurde nochmal überworfen und in der Nacht vor der Abfahrt „verbessert“.

Ausführlich werde ich über die Ausrüstung im Blog (Unterseite "Produkttest") in Kürze berichten.



Nach ca. 1.150 km Fahrt waren wir gut am Ziel angekommen und belegten erst mal die Unterkunft.





Tag 1


Treffpunkt an der „Materialausgabe“.

Es fand ein kurzes Briefing statt, hierbei gab es einen kurzen Wochenüberblick sowie das Tagesziel. Anschließend ging es zur Waffenausgabe und der Überprüfung des restlichen Materials, so dass jedes „Binom“ die gleichen Voraussetzungen hatte.

Die Auswahl der „Werkzeuge“ ist sehr umfangreich:

Steyer CISM, Sako TRG 42, Tikka T3, SSG 3000, Accuracy etc. in den Kalibern 7,62x51, 8,6x70 und 7,5x55.



Zuerst ging es auf die 25 m Bahn zum Einschießen der Waffe.

Jeder erhielt seine Waffe, soweit er nicht seine eigene dabei hatte.

Es folgte eine Einweisung an den verschiedenen Waffen/ Waffensystemen und den diversen ZF´s. Verschiedene Modelle von Schmidt & Bender aus der PM II – Serie und von Kahles wurden verwendet.

Anschließend wurden die Waffen systematisch mit 9 Schuss eingeschossen.

Das heißt, dass jeder in der Lage ist/war, die Waffe mit dem 10. Schuss im Ziel zu haben!

Es wurde so eingeschossen, dass die Waffe anschließend einen Fleckschuss auf 100 m setzt, dies ist entscheidend für das weitere Schießen auf die Langdistanzen und die Clickeinstellungen am ZF.

Es funktionierte sehr unkompliziert und wäre im Ernstfall sehr wichtig!



Nach einer Pause verlegten wir auf eine Stellung um Ziele auf Distanzen von 500-550 Meter im Größenformat 0,45 x 0,75 zu beschießen.

Erste Einflüsse von Windrichtung und Windstärke sind erkennbar und mussten berücksichtigt werden. Trotzdem war „fast“ jeder Schuss ein Treffer, auch beim Zielwechsel auf Scheiben im Format 0,45 x 0,45.



Zum Abend gab es noch eine kurze Einweisung in die Tabellen für die ZF-Einstellungen.

Distanz, Luftdruck, Temperatur, Lichtstärke, Windrichtung, Windstärke, Spinndrift etc. müssen beachtet und berechnet werden - dann sollte man auch auf längere Distanzen treffen können.



Tag 2


Wir verlegten auf einen neuen Spot auf ca. 1.600 Höhenmeter.

Damit das Erlernte vom Vortag Anwendung findet, wurden alle ZF´s wahllos von den Ausbildern verstellt.

Das Einschießen auf 25 Meter mit den 9 Schuss sollte innerhalb von max. 10 Minuten erledigt sein.

Anschließend wurden diverse Übungen zur Entfernungsmessung durchgeführt.

Elektronische Mittel wie mein Steiner Military LRF wurden dazu nicht genutzt. Hauptaugenmerk war hier das MilDot-Absehen am ZF.



Am Nachmittag verlegten wir den Spot, blieben aber auf ca. 1.600 Höhenmeter mit einer Zieldistanz von 550-600 Meter.

Wir arbeiteten bisher noch als Einzelschützen und berechneten unsere Verstellungen am ZF selbst. Veränderte Verhältnisse im Umfeld, wie Wind und Lichteinfall, machen teilweise kleine Veränderungen notwendig.

Und wieder fast jeder Schuss ein Treffer. Bei Fehlschüssen wird nur korrigiert - und man ist wieder im Ziel. Auch die verschiedenen Zielgrößen 0,45 x 0,75 und 0,45 x 0,45 stellen kein Problem dar.





Tag 3


Die Bequemlichkeit hat ein Ende. Nix da mit bis direkt an den Spot vorfahren. Geschätzte 200 Höhenmeter müssen überwunden werden, hier zeigte sich, wer die Fitness dafür hatte und auch die richtigen Transportmittel. Dazu dann später ausführlich im Ausrüstungstest.



Es ging endlich los, wir arbeiteten als Binom und wie bereits geschrieben: „man kann es kaum glauben, aber die Distanzen scheinen nebensächlich“.

Ich will ja nicht übertreiben, aber bisher waren wir noch nicht an unsere Grenzen gestoßen.



Wir sind auf ca. 1.700 Höhenmeter, einer Zielentfernung von 700-750 Meter und einer Zielgröße von 0,45 x 0,75/ 0,45 x 0,45.

Hier fand nun doch so einiges von meiner Ausrüstung eine sinnvolle Verwendung.

Die Berechnung erfolgte schnell und es folgte ein „Ersttreffer“ auf 725 Meter.



Nach verschiedenen Übungen tauchte unerwartet ein Problem auf: Beim Einschießen der Waffe war beim Höhenturm die Verschraubung wohl nicht richtig festgezogen worden. Als der Turm korrigiert wurde, war dieser nun verstellt. Nach kurzer Überlegung wurde dieses Problem selbstständig gelöst - nach nur drei Schuss sind wir wieder im Ziel.

Obwohl die Waffe in der Höhe komplett verstellt war, haben wir diese wieder ins Ziel gebracht und generierten einen Treffer nach dem anderen.

Der Tag vergeht auch wieder schnell.





Tag 4


Ein Dreher in der Planung ermöglichte es uns, nochmals auf dem Spot vom Vortag das Erlernte umzusetzen. Die Bedingungen sind unverändert schwierig, vor allem wenn man über ein Tal schießt. Die Windverhältnisse (Stärke und Richtung) veränderten sich andauernd und waren zudem jeweils unterschiedlich an der Schussposition, dem Tal und dem Ziel. Trotz alledem wurden „Ersttreffer“ und weitere Folgetreffer generiert.



Es war endlich soweit. Nach einer Pause verlegten wir auf die Zieldistanz um die 1.000 Meter. Von unserem Spot aus hatten wir eine max. Entfernung von ca. 1.075 Meter.

Alles wurde berechnet und mein Binom landete einen „Ersttreffer“ auf 1.070 Meter. Es erscheint unwahrscheinlich, aber es funktioniert. Auch die anderen Teams verzeichneten „Ersttreffer“ und Folgetreffer. Meiner Meinung und Erfahrung nach gibt es wenige Ausbildungen, die nach so kurzer Zeit solche Erfolge nachweisen können.

Wie am Vortag hatten wir wieder ein Problem: diesmal war es der Seitenturm, er war locker und alles war verstellt.

Wen interessiert es! Wir arbeiteten uns mit 2 Schuss wieder an unser Ziel heran, machten eine Berechnung und stellten den Turm wieder ein. Dass wir hiermit keine hundertprozentig korrekte Einstellung hatten, war uns bewusst, wir generierten aber trotzdem unsere Treffer.

Man sollte beachten, dass die Verstellung von einem Click auf diese Distanz bereits ca. 11cm beträgt. Bei einer Zielgröße von 0,45 x 0,75 musste unsere Einstellung also doch ziemlich genau gewesen sein. Wenn man dann noch von einer Streuung von 1/1000 ausgeht, dann passt das.

Die Zeit geht viel zu schnell vorbei und wir sind für heute fertig.

Als letzte Anmerkung zu diesem Tag muss noch erwähnt werden, dass die 7,62er einiger Teilnehmer etwas belächelt wurden, aber wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am besten.

Auch auf eine Distanz von ca. 1.070 m kann die 7,62 mithalten, im Besonderen die Waffe von Henning, die eine Montage ohne Vorneigung hat: auch hier konnten mit dem MilDot-Absehen Treffer generiert werden.

Ein erfolgreicher Tag ging zu Ende.







Tag 5


Leider war der letzte Lehrgangstag nur ein halber, dafür aber mit sehr vielen Inhalten, die man umsetzen musste und immer wieder ins Training einbinden konnte: Distanzen von 15 – 150 Meter, verschiedene Schießpositionen und Übungen auf Zeit und Belastung.

Für diverse Übungen gab es zeitliche Vorgaben von Polizeieinheiten, die kurzerhand verdoppelt wurden, um hier einen höheren Standard zu setzen.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Die Zieldistanz lag bei 150 Meter, die Waffe im Liegendanschlag, das Ziel 2 Minuten (Polizei 1 Minute) dauerhaft im ZF. Schussabgabe nach Befehl innerhalb 2-3 sec. Hier gab es wirklich neue interessante Positionen und Übungen.





Nach 4 ½ lehrreichen Tagen mussten wir leider die Rückreise antreten. Aber die Planung für 2014 läuft auf Hochtouren. J



Aus diversen Gründen können und wollen wir hier nicht zu viele Informationen herausgeben.

Ich denke, dass ihr dafür Verständnis habt!

Von Uwe Krüger


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Mittwoch, 11. September 2013

BLACKHAWK – Medic Taschen


Nach mehrmonatiger Wartezeit kamen nun endlich die erwarteten BLACKHAWK Medic Taschen an, die wir bestellt hatten. Da einer unserer Shopschwerpunkte Produkte aus dem Bereich der taktischen Notfallmedizin und die zugehörigen „Transportsysteme“ ist, sind wir natürlich an einer kontinuierlichen Ausweitung unseres Sortiments in diesem Bereich sehr interessiert. Wir haben uns zunächst mal auf die kleineren Taschen konzentriert, die eher für die Basics an Notfallequipment gedacht sind, die jeder mit sich führen kann, als auf die größeren Rucksäcke für den Sani oder Combat Medic.

Emergency Medical Roll


Die größte dieser Taschen fällt hier (laut dem oben beschriebenen) ein wenig aus dem Rahmen, die Blackhawk Emergency Medical Roll: diese „Rolle“ besteht aus einem Rechteck aus schwarzem Nylon mit 15 Schubfächern aus Klarsichthülle im Inneren, in die das Verbandsmaterial verstaut – und leicht wiedergefunden! - werden kann. Zusammengerollt kann die Tasche dann zugemacht und an 2 Griffen getragen werden. Ein Mollesystem ist nicht vorhanden, denn aufgrund der Konstruktion eignet sich die Rolle nicht zum Befestigen am Equipment. Also entweder man nimmt die Rolle als Zusatztasche mit, beispielsweise als Medicpack für die Schießbahn, oder man verstaut sie im Auto oder in einem Rucksack. 

CompactMedic Pouch/ Quick Release Medic Pouch


Die beiden Pouches „Compact Medic Pouch“ und „Quick Release Medic Pouch“ (beide in Coyote Tan) sind dagegen mit Molle-System ausgestattet und auch von der Größe her für eine Verwendung an Gürtel, Weste o.ä. geeignet. Die kleinere von beiden, die „Compact Medic Pouch“ hat eine Größe von 20cm x 10cm x 6cm, rote Fingergriffe an den Laschen für ein schnelleres Öffnen der Pouch, eine 6 cm x 6 cm große Velcropatch-Fläche vorne und eine – wie ich finde – simple, aber gute Aufteilung im Inneren. Die Laschen sind durch den fortlaufenden Gummi größenverstellbar und für die Aufnahme von Verbandsmaterial bestens geeignet. Die „Quick Release Medic Pouch“ ist etwas größer (20 cm x 15 cm x 8 cm), ebenso mit den roten Fingergriffen an den Laschen und einer 6 cm x 6 cm Velcropatch-Fläche ausgestattet, besitzt aber zusätzlich noch einen Side-Realease-Schnalle oben sowie eine rote Handschlaufe. Die Aufteilung im Inneren ist sehr gut für ein Basic-Notfallequipment bestehend aus Quickclot/Kompressen, Israeli-Bandages/Verbandpäckchen und ein Tourniquet geeignet. Das herausragendste Merkmal dieser Pouch ist aber ist aber die „Quick-Release“-Funktion: die Pouch kann mit einem Ruck an der roten Handschlaufe von der Mollesystembasis runtergerissen werden, mit der sie durch Klettfläche verbunden ist.
 

TourniquetPouch


Die „Pop-up Tourniquet Pouch“ in Schwarz ist ebenfalls mit Mollesystem ausgestattet. Das Pop-up-System bewirkt, dass das Tourniquet beim Öffnen der Tasche sofort „herausspringt“ und nicht erst herausgezogen werden muss. Da es sich um eine geschlossene Tasche handelt, ist das Tourniquet optimal vor Beschädigung geschützt.

Allgemein lässt zu diesen Medic Taschen von BLACKHAWK sagen, dass sie, wie alle Produkte von BLACKHAWK, eher zu den hochpreisigen gehören. Ob sich der höhere Preis rechtfertigt, muss wohl jeder selbst entscheiden. Mir persönlich gefällt jedoch die wie immer gute BLACKHAWK-Qualität und vor allem die Aufteilung und Befestigungsmöglichkeiten im Inneren, da diese Taschen eher auf den Ersthelfer zugeschnitten sind, der mit vielen kleinen Laschen für Ampullen wenig anfangen kann.




Von Claudia Bommer


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